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Ausfahrt Oberstdorf am 12.08.2012

Bei bestem Kaiserwetter fuhren wir, Roland und Stefan am Morgen des 12.08.12 in aller Herrgottsfrühe los um einen Tag in Oberstdorf zu genießen. Auf dem Plan stand die Langdistanz des MTB‐Marathons welcher Ende meist September dort stattfinden wird.

Gegen 8.30 starteten wir an der Nebelhornbahn. Nach gemütlichem Einrollen nach Rubi, gings gleich mal knackig, zum warm werden hoch zur Geißalpkapelle. Von dort fuhren wir auf einem schönen Höhenweg mit herrlicher Sicht auf das Fellhorn und den Ifen an der Rupiger Alpe vorbei in Richtung Oberstdorf bis zur Auffahrt zur Seealpe. Dieser folgten bis kurz unterhalb der Seealpe, bis uns ein steiler mit rolligem Schotter durchsetzter Weg weiter vollends zur hochführte. Schnell erreichten wir die Grenze des Fahrbaren, nachdem sich unsere Hinterräder im rolligen Schotter eingegraben hatten und die Vorderräder nicht mehr auf dem Weg zu halten waren, schoben wir die letzten Meter zur Seealpe hoch.

Nach kurzer Verschnaufpause und Flüssigkeitsaufnahme fuhren wir die Fahrstraße, welche wir ein Stück unterhalb verlassen hatten runter, bis an die besagte Abzweigung, hier bogen wir links ab auf den Faltenbachtobelweg. Anfangs ein durch Felsen und Wurzeln verblockter Trail, nach einigen hundert Metern jedoch als unwegsamer für uns jedenfalls nicht mehr fahrbarer, steil nach unten führender Trampelpfad, der über Stufen, Wurzeln und Felsvorsprünge führte. Über uns surrten die Kabinen der Nebelhornbahn. Nach kurzen aber anspruchsvollen Abstieg kreuzten wir den Bach und kamen wieder auf einen fahrbaren Schotterweg den wir nach unten an den Skischanzen vorbei bis ins Oytal folgten.

Auf dem Oytalradweg gings ein kleines Stück ins Tal hinein. Auf dem Dr. Holande Weg dann, am Oybach entlang wieder in Richtung Oberstdorf. Am Ende des Weges fuhren wir links auf den Grubenweg, welchem wir bis kurz vor Spielmannsau folgten.

Dann wies uns der Weg links in eine Schlucht, nach kurzer Bergaufpassage standen wir irtiert da. Wir konnten nicht glauben, dass ein MTB‐Marathon über einen solchen Weg geführt werden sollte. Also entschlossen wir uns, zurück zur Spielmannsau zu fahren um dort erst mal ne Pause zu machen.

Dort fragten wir nach, ob der Weg durch die Schlucht bei dem Marathon gefahren wird. Dies wurde uns von einem netten Herrn bestätigt. Nach einer kleinen Kalorienaufnahme fuhren wir zurück in die Schlucht. Dort kraxelten wir dann mit unseren Bikes auf den Schultern den schmalen und steilen Trampelpfad am Hang entlang nach oben. Tief unter uns der laut tosende Traufbach. Oben öffnete sich das Tal wieder, der Weg wurde breiter und fahrbar, bis wir wieder auf einen asphaltierten Fahrweg kamen den wir rechts hoch fuhren.

Nach einem knackigen Anstieg auf dem Fahrweg kamen wir nach einer rasanten Abfahrt ins Trettachtal. Am Fluß entlang ging es auf der Straße rasant wieder in Richtung Obersdorf. Am Golfplatz und Langlaufstation vorbei fuhren wir der Stillach entlang Richtung Flugschanze und Fellhornbahn.

Nach langem Suchen und Hin‐und Herfahren fanden wir nun endlich den richtigen Weg, der uns ans Kanzelwandhaus bringen sollte. Nach kurzer Bergauffahrt auf einem Schotterweg, mauserte sich dieser wieder zu einem Klettersteig, welcher über Felsen und Wurzeln steil den geraden Weg den Berg hinauf führte. Wieder schulterten wir unsere Bikes und stapften unter den anerkennenden Blicken und Kommentaren der entgegenkommenden Wanderer nach oben, bis wir am Rande einer Kuhweide eine Straße erblickten die grob mit unserer Route übereinstimmte. Also entschlossen wir uns, diesen Weg nach oben zu nehmen.

Nach nochmaliger Kontrolle, stellten wir fest, dass dieser Weg die eigentliche Abfahrt vom Fellhorn gewesen wäre. Angesichts der vorgeschrittenen Tageszeit entschlossen wir uns, dass wir nur bis zur Mittelstation der Fellhornbahn fuhren. Nach kurzer Pause machten wir uns an die Abfahrt. Zügig fuhren wir dann über den Freibergsee zurück nach Oberstdorf. Wo wir dann nach 67 km und 1980 hm zufrieden an unserm Auto ankamen.

Wir waren uns einig, dass trotz der häufigen Sucherei nach dem richtigen Weg und Kartenkontrolle, es ein unvergesslich schöner Tag war und der Marathon in Oberstdorf ein konditionell und technisch sehr anspruchsvolles Rennen ist.

Bike Marathon Oberstdorf

Bike Marathon Oberstdorf

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